Personal Trainer

Jörg Thiel

Fitness · Gesundheit · Mindset

Beitrag teilen:

Facebook
XING
LinkedIn

Neue Vorsätze? 4 Tipps, damit Sie nicht gleich wieder scheitern!

Warum fällt es uns so schwer, neue Vorsätze langfristig umzusetzen?

Laut einer Forsa-Studie für die Krankenkasse „DAK-Gesundheit“ gaben ca. 40% der Befragten an, sich jedes Jahr neue Vorsätze zu machen. Jedoch schafften es mehr als die Hälfte nicht, diese auch langfristig umzusetzen.

Doch woran liegt das? Um Vorsätze umzusetzen, braucht es vor allem Willensstärke. Alte Gewohnheiten dürfen durchbrochen und neue Gewohnheiten entsprechend unserer Vorsätze implementiert werden. Dies geschieht jedoch nicht von einem auf den anderen Tag, sondern ist ein langwieriger Prozess.

Wie mache ich neue Vorsätze zu Gewohnheiten?

Um eine neue Gewohnheit zu implementieren, muss man im Durchschnitt 66 Tage daran festhalten. Bei einfacheren Dingen geht es schneller, bei komplexeren Gewohnheiten, die einem schwerer fallen, kann es auch deutlich länger dauern. Und hier kommt der „präfrontale Kortex“ ins Spiel. Er ist unter anderem für die Willensstärke zuständig. Aber das ist nicht nur seine einzige Aufgabe. Darüber hinaus ist er unter anderem auch noch an unserem Kurzzeitgedächtnis, an der Fähigkeit sich auf etwas zu fokussieren und an der Lösung abstrakter Probleme beteiligt.

Damit wird klar, dass der präfrontale Kortex sehr beschäftigt ist. Bei der mentalen Belastung jedes einzelnen in unserer modernen Arbeitswelt und unseren überfrachteten Terminplänen ist dieser Bereich häufig aus- oder gar überlastet. Da gerät das langfristige Ziel (die neue Gewohnheit) schnell mal zugunsten leichter, kurzfristig erreichbarer kleinerer Belohnungen (das Stück Schokolade zum Beispiel) aus dem dem Fokus. Ade, neue schöne Gewohnheit.

Es liegt also nicht an unsere mangelnden Disziplin, wenn wir unsere neuen Vorsätze nicht einhalten. Unsere Willenskraft ist einfach aufgrund der Natur unseres Gehirns nicht stark genug!

Aber was können Sie dagegen tun?

4 Tipps, die Ihnen helfen, neue Gewohnheiten zu etablieren

Wir können unseren präfrontalen Kortex bei seinen Aufgaben unterstützen und somit mehr Kapazitäten für den Fokus auf unsere neuen Gewohnheiten freischaufeln. Die folgenden 4 Tipps werden Ihnen helfen, Ihre neuen Gewohnheiten besser und nachhaltiger in Ihren Alltag einzubauen.

1. Trainieren Sie Ihre Willenskraft – Halten Sie an langfristigen Zielen fest

Wie bereits erwähnt, macht es uns die Auslastung unseres präfrontalen Kortex fast unmöglich, langfristig an Gewohnheiten festzuhalten und diese nachhaltig zu implementieren. Daher ist es wichtig, diese Gehirnareale zu entlasten und somit Kapazitäten für neue Gewohnheiten freizuschaufeln. Hierzu sind die folgenden Punkte ein guter Ansatz.

Erfolgreicher Start bei neuen Vorstätzen
  • Verbessern Sie Ihren Schlaf:

    Mindestens 7, besser 8 Stunden Schlaf sorgen für eine ausreichende Erholung.

  • Meditieren Sie:

    Das verlangsamt den Herzschlag, vertieft die Atmung und reduziert die Muskelspannung. Eine Auszeit für das Gehirn.

  • Visualisieren Sie sich im Ziel:

    Diese Vorstellung hilft, über Motivationstiefs hinweg zu kommen. Sie treffen so öfter Entscheidungen, die Sie langfristig weiter bringen.

  • Akzeptieren Sie Fehler: 

    Vermeiden Sie Stress durch Perfektionismus. Nobody is perfect! Jeder hat mal einen schwachen Moment. Seien Sie nicht zu hart zu sich. Vergeben Sie sich den einen Ausrutscher, lernen daraus und legen danach sofort wieder los.

  • Erweitern Sie Ihre Toleranzgrenze:

    Die Menschen, die ihre Emotionen in unangenehmen Situationen besser im Griff haben, tendieren dazu, langfristig besser ihre Ziele zu erreichen. Achten Sie also genau auf Ihr Körpergefühl und lernen Sie, das unangenehme Gefühl auszuhalten.

2. Nur ein Vorsatz auf einmal

Wenn unser Gehirn bereits nahe der Auslastungsgrenze arbeitet, macht es keinen Sinn, es mit vielen verschiedenen neuen Vorsätzen und Gewohnheiten zu belasten. Je mehr wir auf einmal erreichen wollen, desto höher ist das Risiko zu scheitern und gar nichts zu erreichen.

Konzentrieren Sie sich auf einen neuen Vorsatz und implementieren Sie hierzu eine neue Gewohnheit. Dabei sollten Sie auch erst einmal mit einer für Sie leicht umzusetzenden Gewohnheit beginnen. So sind Erfolgserlebnisse wahrscheinlicher und Ihre Motivation, sich an größere Aufgaben zu wagen, steigt.

3. „Smarte“ Ziele setzen

„Im nächsten Jahr will ich abnehmen!“ – das hört man oft und es wird meist nichts draus. Dies ist ein sehr unspezifisches Ziel, bei dem die Ankerpunkte für unser Gehirn fehlen. Dieses Ziel hat keine Verbindlichkeit und ist nur eine sehr vage Aussage. Hier ist Scheitern fast vorprogrammiert.

Besser ist es, sich „SMARTE“ Ziele zu setzen. Diese „SMARTEn“ Ziele müssen die folgenden Anforderungen erfüllen:

  • Spezifisch: Eindeutige Definition des Ziels (Ich nehme in den nächsten 4 Monaten, bis zum Datum x, 4kg ab)
  • Messbar: Das Ziel muss messbar sein (4kg)
  • Attraktiv: Das Ziel muss attraktiv / erstrebenswert sein (wenn ich abnehme, sehe ich besser aus!)
  • Realistisch: Das Ziel muss erreichbar sein – und sich auch so anfühlen (4kg in 4 Monaten, das ist realistisch)
  • Terminiert: Eine klare Terminvorgabe, bis wann das Ziel erreicht ist (bis zum Datum x)

Somit ist das Ziel „Ich nehme in den folgenden 4 Monaten, bis zum xx.xx.xxxx, 4 kg ab, um besser auszusehen“ ein deutlich besseres und motivierenderes Ziel. Darüber hinaus ist es positiv formuliert, was die Motivation zusätzlich erhöht.

4. Kleine Belohnungen erhalten die Motivation

Geben sie den schlechten kleinen, schnell erreichbaren Belohnungen keine Chance, die Sie vom eigentlichen Ziel abbringen (z.B. das Stück Kuchen bei Stress). Setzen Sie sich selbst Zwischenziele und versehen diese mit kleinen, guten Belohnungen. So bleibt Ihre Motivation hoch und wird nicht von kleinen ungeplanten Sünden unterlaufen. Zudem schüttet das Gehirn schon bei den Teilerfolgen Dopamin aus – unser Glückshormon. Das hält die Motivation hoch.

Fazit

Also, die Mission „neuer guter Vorsatz“ scheint doch nicht ganz aussichtslos zu sein. Wenn Sie meine Tipps beachten, wird es Ihnen eine ganzes Stück leichter fallen, neue Gewohnheiten in Ihr Leben zu implementieren und somit die neuen Vorsätze auch umzusetzen.

Weniger Stress, nur ein Vorsatz auf einmal, „SMART“ formulierte Ziele und Zwischenziele, die mit kleinen Belohnungen versehen sind, setzen, dann sind Sie ihrem Ziel ein ganzes Stück näher gekommen.

Ihre Probleme sind zu komplex und/oder zu ernst, um herumzuprobieren? Sie bekommen es in Ihrem stressigen Alltag nicht alleine hin, wissen nicht, wo Sie anfangen sollen und wünschen sich Unterstützung? Kein Problem, als Personal Trainer stehe ich Ihnen bei Ihren persönlichen Herausforderungen professionell zur Seite – gerne helfe ich Ihnen weiter.

Informieren Sie sich in Ruhe auf meiner Webseite über mich und mein Angebot und vereinbaren Sie ein unverbindliches Informationsgespräch, in dem Ihre Möglichkeiten besprechen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Top Posts
Über

Personal Training Thiel:

Personal Trainer Jörg Thiel bietet:

  • Personal Training für Führungspersönlichkeiten
  • Vorträge & Seminare für Führungskräfte
  • FirmenFitness für Mitarbeiter

Informieren Sie sich und erfahren Sie mehr!

Weitere Artikel

Vom einfachen Stress zum Burnout
Gesundheit
Jörg Thiel

Der unbemerkte Feind in Deinem Körper – Vom Stress zum Burnout

Das kann mir doch nicht passieren! Burnout – das passiert nur den anderen, den Underperformern! So oder so ähnlich denken oft Manager, Unternehmer und Führungskräfte, wenn sie an das Thema Burnout denken.
Aber betrifft es wirklich nur die nicht so belastbaren Kollegen?
In diesem Beitrag erfahren Sie, was Burnout ist, ob Sie daran leiden und wie man sich selbst helfen kann.

Weiterlesen »