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Jörg Thiel

Fitness · Gesundheit · Mindset

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Fasten – welche Arten gibt es und was sind die Vorteile?

Reizdarm, das Immunsystem macht Probleme, irgendetwas stimmt mit der Verdauung nicht? Kennen Sie solche Probleme? Dann wird es nicht Zeit, in die Apotheke zu gehen und die Symptome zu unterdrücken, sondern der Sache einmal auf den Grund zu gehen - mit dem Fasten!

Wenn Essen krank macht!

Wie in der Einleitung dargestellt, hat unsere Ernährung und Darmgesundheit einen signifikanten Einfluss auf unsere Gesundheit.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit lassen sich tatsächlich viele der Beschwerden und Symptome, die Ihnen vielleicht gerade zu schaffen machen, von Ihnen selbst positiv beeinflussen. 

Nun werden Sie sich sicherlich zu Recht fragen, wie Sie das denn anstellen sollen. Ganz einfach – alleine dadurch, wie, was, wann und wie oft Sie essen!

Und damit sind wir auch schon beim Thema, dem Fasten. 

Die verschiedenen Fasten-Programme

Im Prinzip kann man drei verschiedene Fastenmethoden unterscheiden, die noch jeweils in verschiedenen Variante daher kommen können. Hier soll es nur um einen Überblick über die generellen Methoden gehen.

Welche für Sie die Richtige ist, hängt davon ab, was Sie damit erreichen wollen. Im Folgenden gebe ich Ihnen eine kleine Übersicht, die helfen soll, die richtige Fastenmethode für sich zu finden.

Intervallfasten

Am Bekanntesten ist hier das sog. 16:8 Intervallfasten. Das bedeutet, das in einem Zeitfenster von 16 Stunden nichts gegessen wird und in den verbleibenden 8 Stunden Nahrung aufgenommen werden kann. In der Regel wird die Fastenzeit über die Nacht gelegt und entweder das Frühstück (mein Favorit) oder das Abendessen weggelassen. 

Diese Art des Fastens ist für die meisten Menschen ohne Probleme durchführbar und bringt schon einige positive Effekte für den Körper mit sich.

In dieser doch recht kurzen Phase wird schon das Wachstumshormon HGH (Sematotropin) ausgeschüttet. Dieses Hormon aktiviert Wachstumsfaktoren z.B. an den Muskeln und an den Fettzellen (es hat eine ausgeprägte fettabbauende Wirkung).

Bei 16 Stunden Fastenzeit setzt auch die Autophagie ein. Das heißt,  das die Zellen beginnen, da sie ja keine neu zugeführte Nahrung bekommen, alte oder defekte Zellen aufzuessen. Der alte „Müll“ wird sozusagen entsorgt. Auch beginnt in dieser Phase der Abbau von Fettreserven, die der Körper ja für diese Zeiten angelegt hat.

Und die Nachteile? Für gesunde Menschen gibt es keine, außer eventuell, das die ganzen Prozesse gerade erst angestoßen werden, bevor wieder neue Nahrung zugeführt wird.

Das Intervallfasten ist der perfekte Einstieg in die Welt des Fastens und kann bequem für längere Zeite ausgeführt werden. 

Kurzzeitfasten

Beim Kurzzeitfasten liegt die Fastendauer bei ca. 24-48 Stunden. Hier verzichtet man also ca. 1 – 2 Tage in der Woche auf die Nahrungsaufnahme.

Der Vorteil dieser Art zu Fasten ist, das man von allen Vorteilen des Intervallfastens mehr bekommt: mehr Autophargie, mehr HGH und mehr Fettverbrennung, da die Fastendauer einfach länger ist. Zudem kommt der Darm mal in eine Phase, in der keine Nahrung mehr nachkommt. Das tut dem Darm auch mal gut, da er sich mal von altem Ballast befreien kann. Zudem wird mal nicht den ganzen Tag Blut und Energie für die Verdauung gebraucht, was zur mentalen und körperlichen Leistungssteigerung beiträgt.

Das Kurzzeitfasten kann auch die passende Methode für all diejenigen sein, die schwer auf eine Mahlzeit am Tag verzichten, aber gerne mal einen Tag in der Woche aussetzen können.

Heilfasten

Eingeleitet von einer ca. zwei Tage dauernden Eingewöhnungsphase mit leichter Kost, fastet man hier mindesten 7 Tage lang. Gefolgt wird diese Fastenzeit von einer Aufbauphase, in der man den Körper an die neuen Nahrungsmittel bzw. Ernährungsgewohnheiten gewöhnt.

Diese Methode stellt den Königsweg dar. Hier hat man alle Vorteile der zuvor genannten Fastenmethoden, nur viel intensiver. Desweiteren kann man alte Ernährungsgewohnheiten durchbrechen (z.B. von der Zuckermast los kommen), nachhaltig sein Gewicht regulieren und den Darm gründlich sanieren. Wahrscheinlich wird sich auch der Blutdruck deutlich nach unten bewegen, Entzündungen werden zurück gehen und bestehende Insulinresistenzen werden positiv beeinflusst.

Das Heilfasten bietet sich für alle an, die nachhaltig etwas für ihren Körper und ihre Gesundheit tun wollen. Es ist gefahrlos für alle gesunden Menschen durchführbar, bei etwaigen Vorerkrankungen sollte vorher der Arzt konsultiert werden.

Das schöne bei dieser Art des Fastens ist, das man so gut wie keinen Hunger verspürt, da der Körper schnell auf die Fettverbrennung umschaltet.

Lediglich am Anfang kann es durch das Ausschwemmen von Giftstoffen und Entzugserscheinungen (Zucker, Koffein) zu Kopfschmerzen kommen oder der Kreislauf kann mal einen Tag etwas im Keller sein, da die schnell verfügbaren Kohlenhydrate fehlen und die Fettverbrennung noch nicht richtig angelaufen ist. Hier hilft viel trinken  (mindestens 3 Liter Wasser, Kräutertee pro Tag) und basische Hilfsmittel (Wasser mit Natron, Basenbrühe, Basenbad).

Fazit

Was nun die richtige Fastenmethode für Sie ist, müssen Sie selbst entscheiden. Für den Einstieg eignen sich die ersten beiden Methoden, da sie einfach durchzuführen sind und man nicht auf viel verzichten muss. Dabei bieten sie aber auch schon eine Menge Vorteile für den Körper und Ihre Gesundheit.

Wenn man schon etwas Erfahrung gesammelt hat oder eine größere Herausforderung angehen will, ist man beim Heilfasten richtig. Schnell merkt man, wie gut einem das Fasten tut und wie schnell sich der Körper entgiftet und der Darm entlastet wird.

Trauen Sie sich nicht an das Fasten heran, haben aber Interesse an den positiven Effekten? Dann holen Sie sich doch professionelle Unterstützung bei den Fastengruppen, die es überall gibt. Gerne können Sie auch mich kontaktieren, ich beantworte gerne Ihre Fragen.

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